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Dienstag, 13. Juli 2010

:wie mich heute die erdbeeren ärgerten

diese fiesen hinterhältigen kleinen roten früchtchen wollten mich heute doch tatsächlich aufs dreisteste reinlegen. aber wie es dazu kam, hier die vorgeschichte:

ich war heute mit dem fahrrad in plagwitz, einfach so, damit ich den tag nicht nur schwitzend vorm rechner verbringe, der sowieso alle naselang abstürzt.
also schwang ich mich auf meinen drahtesel und fuhr durch den wald richtung plagwitz. ein richtiges ziel hatte ich nicht, aber als ich an diesem angekommen war, kaufte ich mir ersteinmal ein eis. doch auch so ein eis befriedigt bei dieser hitze nicht so richtig, auch nicht eine schnelle fahrt durchs grün am karl-heine-kanal (wo ich übrigens noch nie im leben langgefahren bin).
da ich auf irgendwas erfrischendes appetit hatte - und ich wußte, dass mein kühlschrank zu hause eh vor langeweile gähnt, parkte ich mein rad vor dem konsum und ging dort auf die jagd.
gleich am eingang blinzelten mich diese roten erdbeeren an, von denen ich gern einige mit nach hause nehmen wollte, um ihnen meine wohnung zu zeigen. eine allerdings, sollte planmäßig nicht ankommen: ich aß sie bereits am ausgang. sie schmeckte saftig, süß und lecker.
die anderen lies ich ihn ihrer schale, die ich in eine tüte steckte. aber bereits beim ersten versuch des einpackens purzelten einige von ihnen heraus, die ich gerade noch auffangen konnte. bei zweiten versuch verdrehte sich die tüte, doch irgendwann konnte ich doch alle erdbeeren samt schale und tüte in der tasche verstauen. die limonade stellte ich daneben.
als ich dann wieder in heimatlichen gefilden angekommen bin, wollte ich mir noch einen fruchtsirup erlegen und parkte mein fahrrad wieder von einem konsumgütergeschäft.
sirup gab es nicht, aber dafür produzierten die erdbeeren in meiner tasche unter zu hilfenahme des gewichtes der limonade ihren eigenen saft. sonderbarerweise nicht in der tüte, in die ich sie bei antritt der fahrt gelegt habe, sondern um diese tüte herum.
also versuchte ich, die entwischten safterdebeeren wieder einzufangen. es gelang mir nur unter der herstellung von noch mehr saft.
also nahm ich tüte samt der schale und den erdbeeren darin in die hand, setzte mich auf mein rad und fuhr los. gleich an der straße kreuzte mir ein mercedes den weg und veranlasste mich, mich fest an meinen lenker und die daran befestigte bremse zu klammern. dummerweise klammerte ich auch mit der anderen hand und noch dummererweise hatte eine offenbar sehr rebellisch eingestellte erdbeere wieder den weg aus der schale und in die tüte gefunden, so dass ich mich gleich an sie klammerte.
die schale ging dabei zu bruch, ebenso die tüte. der saft blinzelte durch das loch in der tüte und hielt sich ob meines schaukelns auf dem rad schreiend an meiner ganzen hand fest.
außerdem bewegt sich mein rad gefährlich nah an die straßenbahnschiene, sodass der nachfolgende pkw wiederum sehr nah an meiner hand mit der erdbeer-und-saft-tüte vorbeischrammte, was mich zur anderen seite schaukeln lies.
ich dachte kurz darüber nach, die gesamte schale der muserdbeeren nach dem pkw zu werfen, um mich zu beschweren, lies es dann aber doch bleiben.

nun steht bei mir in der küche eine schale mit erdbeermus und erdbeersaft. keine ahnung, warum ich sowas gekauft habe, lecker sieht es jedenfalls nicht aus.
was macht man eigentlich mit erdbeermus?

und nächstes mal klären wir vielleicht die frage: warum ist das einzige kalte getränk im kühlschrank immer nur bier?

Dienstag, 29. September 2009

:standing on a rock - falling in a loch

war das ein wochenende. da hab ich mich nun ein jahr lang auf das standing-on-a-rock-festival 2009 gefreut (wo war ich eigentlich voriges jahr?!) - und dann das.
3 lieder der "grine kuzine" hatte ich, bevor ich in dieses @!+#X-'$+#-Loch trete und mir mein sprunggelenk-band zu sehr dene. schmerzen! nachdem ich also auf allen vieren von der tanzfläche gekrabbelt bin und mir zwei liebe menschen unter die arme griffen, wählte ich dann doch den rettungswagen, denn die schmerzen waren trotz des kleinen missgeschicks ziemlich stark.

nach dem kurzen krankenhausabstecher - der mich 2 bands kostete (course death und ... ?!) - meinte die schwester, ich solle nach hause gehen. aber gehen ging keineswegs!

"steh auf, nimm dein bett und geh!"

ging bei mir leider nicht, aber ärzte sind schließlich nur halbgötter in weiß!
mit dallis krücken konnte ich zumindest nach hause und am montag zum arzt, der mich ad hoc 2 wochen krank schrieb, mit dem hinweis, dass ich auch in anderhalb jahren noch was merken werde.

tja, und heute ging es zwar schon besser, aber nach fuß sieht das ganze da unten noch nicht so richtig wieder aus. hoffe nur, dass ich im november wieder rad fahren kann. bzw. morgen wieder die treppen runterlaufen kann.
einzelhaft im alten zimmer. die neue wohnung hingegen bleibt erstmal vakant.

by the way: das war mein erstes mal mitfahren im krankenwagen. wenn man so liegt, merkt man doch, wie schlecht unsere straßen hier sind....

Mittwoch, 29. Oktober 2008

:diplomtagebuch 6

es ist schwer, sich an diesen trüben tagen für die arbeit zu motivieren, die man eigentlich vor hat. wenn es auch tagsüber nur unmerklich heller wird, als es in der nacht ist, dann ist auch mein gemüt eher trübe.
für ein kleines bißchen sonnenschein am tag hat heute mein kurzer "besuch" bei damaris und martin im schuppen gemacht. heute abend wird bandprobe sein und die beiden haben eben alles aufgebaut.
außerdem hab ich mir heute traubenzucker und viel verschiedenes obst gekauft, um bei kräften zu bleiben. so hab ich als obstabstinenzler nun äpfel, orangen, kiwis und eine nashi-birne zu hause, dazu eine rießenladung joghurt.
das sollte doch wohl helfen, die arbeit für die nächsten tage zu sichern.
am montag hab ich nun das erste kapitel - endlich - soweit richtig fertig gemacht und schon mal zum korrigieren geschickt. das dritte ist auch so gut wie fertig und ich denke, dass es heute endgültig fertig wird. bei allen anderen kapiteln hab ich zumindest schon etwas geschrieben, bzw. viel geschrieben, was ich irgendwie noch ordnen muss.
gestern waren wir beiden diplomantInnen - bei den hauseltern zum frühstück eigeladen.
soweit von mir und der männer-front. ich muss weitermachen...

zum schluss noch ein kleines zitat, welches ich in einem buch der österreichischen landeszentrale über männerarbeit gefunden habe, und welches trotz seiner herkunft doch irgendwie für die männliche selbstwahrnehmung treffend ist:

„Alle sensiblen Männer werden gefressen.“ (Ein Faultiermädchen in Ice Age I)

Dienstag, 1. Juli 2008

:weltraum

mir geht es wieder besser!
nach einem langen gespräch über den weltraum und seine planeten und eigenschaften, bleiben uns doch einige fragen offen:

zum beispiel:
wenn sich etwas mit lichtgeschwindigkeiten auf uns zu bewegen würde und uns überfahren würde, würde es uns doch überfahren und wir würden es nicht sehen können. und erst wenn wir auf dem boden liegen würden, würden wir das auf uns zurasen sehen, was uns eben überfahren hat, oder?

was würde passieren, wenn die sonne (mit ihrer anziehungskraft) auf einmal nicht mehr da sein würde, was würde mit den planeten passieren. julia meint, sie würden runterfallen, ich meine, es gibt kein unten, vielleicht würden sie sich gegenseitig anziehen...

wenn sich das weltall immer weiter ausdehnt, was war dann vorher dort, wo es sich hin ausdehnt.

gibt es vielleicht noch ein zweites weltall, was sich auch ausdehnt? was passiert, wenn es auf unseres trifft.

wie kann sich ein weltall, in dem es nichts gibt, (keine luft uns so) ausdehnen.

war unser sonnensystem das erste nach dem urknall?

so, genug der fragen, ich muss nun zu julia, die mich genau heute vor einem jahr begonnen hat, zu lieben...
bloggen macht echt süchtig und verhindert vieles anderes...!

Freitag, 27. Juni 2008

:schwermut

nun ist schon wieder ein semester vorbei. auf meinem gang ist es ruhig geworden, die wenigen, die hier in moritzburg wohnen haben sich zur vorbereitung ihrer diplomverteidigung zurückgezogen.
und ich bin immer noch hier. für mich heißt es wiedermal: noch ein semester weiter.
irgendwie bin ich gerade von allen möglichen dingen enttäuscht.
dabei fing der tag heute bei einer andacht über elia unter einem der bäume auf dem hof so gut an. zwar noch ein wenig verkatert von der gestrigen zechnacht mit den amerikanerInnen und den zitauerInnen von der jugendbegegnung, die hier in moritzburg eine nacht verbracht haben, aber dennoch schön.
irgendwie ist im laufe des tages die stimmung gekippt, wann, weiß ich auch nicht mehr.
ich hab grad die neuesten ereignisse von zu hause gelesen und gerade dieses wochenende passiert dort so viel.
es ist schlimm, wenn man zwar irgendwie zu hause sitzt, und dennoch heimweh hat.

...und in kreuzberg war ich auch nicht, weil keiner mitkommen wollte - die feiglinge!

:an dieser stelle würde jetzt gut ein gedicht von marcus passen.