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Samstag, 18. April 2009

:legalize it!

habt ihr, geneigte leser, schon einmal von "djibouti" gehört?
djibouti ist ein kleines land im osten afrikas, das mit einer größe von ca. 23.000 km² etwas größer als hessen ist.
gehört habe ich heute in der mdr-sendung riverboat zum ersten mal davon, als der filmemacher thomas junker vorgestellt wurde.
dieser erzählte, dass es in djibouti sehr gefährlich sei, am vormittag auf der straße für sekunden stehen zu bleiben, weil es vor allem in der hauptstadt so sehr geschäftigt zuginge. würde man sich aber am nachmittag nach 14 uhr an diesselbe stelle stellen, würde man nur vereinzelt autos und menschen sehen, so leer seien da die straßen.
so entspannt die menschen.

schuld daran sei eine droge namens "khat", die alle männer des landes täglich ab 14 uhr kauen und die sehr entspannen soll - dadurch kommt die gesamte geschäftigkeit zum erliegen.
"khat" ist irgendein blatt von einer pflanze, die in äthiopien wächst, und der handel damit untersteht der frau des präsidenten. daraus folgt, dass das "kat"-kauen staatlich verordnet ist.

für mich verwunderlich ist, dass davon bis eben nix in meiner freien lieblings-enzyklopädie stand, aber ich werde mal nachforschen, wenn ich zeit hab. wer was weiß, kann sich ja mal melden...

Dienstag, 10. Juni 2008

:fair trade - verdreht

heute war das seminar "globales lernen" an der reihe. um ehrlich zu sein, hatte ich mich im vorfeld nicht wirklich darauf vorbereitet, denn sonst wäre ich sicherlich zu hause im bett geblieben.
thema der einheit war die welternährungssituation und, wie sollte es anders sein, lief es darauf hinaus, dass jeder mensch doch bitte "bio" zu kaufen habe.
als ich vor etwa 10 tagen mit julia hier angekommen bin, das auto voll mit lebensmitteln und getränken, die mir meine eltern mitgegeben haben, weil mein konto dereit seeeehr leer aussieht. (ich bin froh, wenn ich ab september wieder baföG habe!).
in moritzburg also angekommen, treffe ich auf f., der mir sofort ein gespräch, oder besser, einen monolog über fair trade und bio saft ans knie nagelt, garniert mit der unterschwelligen behauptung, dass ich nicht die wahrheit sage, wenn ich meine, dass mir meine cola durchaus sehr gut schmeckt.

wißt ihr, liebe leser, ich bin nicht gegen bio oder fair trade, aber ich stelle mich gegen jene militanten befürworter, die unbelehrbar von mir behaupten, dass mir bio auch besser schmecken würde.
heute musste ich also erfahren, dass mir milka schokolade eigentlich nicht schmeckt, ebensowenig wie fleisch im allgemeinen, dass ich sicher von einer roster und einem steak satt werde und dass ich mit einem t-shirt viel glücklicher sei, als mit wechselklamotten.
ganz davon abgesehen, dass einige meiner kommilitonInnen, vornehmlich die, die von ihren eltern subventioniert werden, oder einen berufstätigen und somit verdienenden (ehe)partner haben, selbstverständlich davon ausgehen, dass wir als deutsche so reich sind, dass wir uns alle bio problemlos leisten können...
und dann fahren diesem menschen jeden tag mit dem auto von dresden nach moritzburg, weil sie sich fürs fahrrad oder eine wohnung in moritzburg zu fein sind:
schönes bio-leben!
vorangegangenes mag für die betreffenden personen mit sicherheit zustimmen, es mag sogar für die welt im allgemeinen die bessere wahl sein, aber ich verbitte mir ausdrücklich, dass einer dieser weltverbessere sich meine eigene meinung, meinen geschmackssinn oder meine tradition zu eigen macht.

meine frage lautet viel mehr:
wenn wir bio kaufen, heißt das, wir kaufen regionale produkte, die unsere bauern stärken. was ist dann aber mit den bauern in anderen ländern, die auf export angewiesen sind.

:mama africa....

vor einigen wochen waren wir mit unserem hausvater bernd bei afrikaner in dresden essen.
es war sozusagen die danke-schön-aktion für unsere mithilfe beim gemeinschaftstag. um ehrlich zu sein, ist der gemeinschaftstag selbst für mich immer schon eine dankeschön. und dieses jahr war er zwar stressig, weil ich meinen letzten grossentwurf - die dritte pl religionsunterricht - erst die woche davor absolviert hatte, nicht so recht froh über das ergebnis war und mich infolge dessen in arbeit gestürzt hatte. dennoch war der gemeinschaftstag eine schöne zeit, dankend, dass ich es doch noch in moritzburg erleben durfte und wissend, dass ich einige liebe kontakte wieder treffen werde.

ich habe mich entschieden, dieses jahr für die gemeinschaft der moritzburger diakone und diakoninnen zu kandidieren. gemeinsam mit vier weiteren kandidaten werde ich mich also im kommenden jahr auf die einsegnung zum diakon vorbereiten.

zurück zu bernds dankeschön:
nachdem wir vergangenes jahr in dresden im pulverturm sehr gut gespeist hatten, sind wir dieses jahr nach dresden zu "mama africa" gefahren:
echt afrikanisch essen.
ich muss zugeben, die speisekarte überforderte mich im ersten moment, aber gemeinsam mit oliver, der neben mir saß, entschied ich mich für einen abend mit typisch afrikanischen speisen - wenn man schon mal hier ist.
krokodil trauten wir uns beide nicht, also entschied ich mich für folgendes:

vorsuppe: haifischsuppe (das leckerste, was ich seit langem gegessen habe)
hauptgang: straußenpfanne in rotwein (auch sehr zu empfehlen, allerdings sehrrrr scharrrf!
getränke: ein dju dju starkbier (auf der flasche stand irgendwas, das es aus dem voodookult entstanden sei...)
kokosnussaft

danach waren wir ziemlich pappsatt. es war ein sehr gelungener abend. danke bernd, danke, liebe diakone und diakoninnen für die möglichkeit.

übrigens: die toiletten sind im tigerlook mit urwaldgeräuschen....