:m-TM's findmaschine

Laden...

Donnerstag, 5. November 2009

:connewitz-geschichten.teil 1:

war heute bei netto einkaufen.
als ich wiederkam, stand einer hinter meinem auto und kam auf mich zu.
dabei entstand folgender dialog:

er: ich hab auf das auto aufgepasst. ich mag bier.
ich: ich hab kein bier.
er: was?
ich: ich hab kein bier.
er: kein bier.
ich: nein, ich trink auch keines (^^)
er: hm, vielleicht pulver?
ich: was?
er: pulver?
ich: ich hab kein pulver.
er brummelt vor sich in: frechheit

ich bin dann einfach eingestiegen und gefahren, das war mir dann doch zu blöd.

Mittwoch, 4. November 2009

:umzug

nachdem ich nun beinahe schon wieder einen monat in meiner wohnung in connewitz wohne, muss ich euch, liebe geneigte leser, doch noch etwas davon berichten.
meine neue adresse wissen die meisten von euch schon, alle anderen können sie auf anfrage erhalten...
Bild I:


als erstes motiv seht ihr den wohl wichtigsten grund, warum ich eigentlich nicht so richtig ausziehen wollte. dieser wunderschöne berliner ofen zierte bis dato mein wohn- und arbeitszimmer.
mit einem eimer kohlen konnte man den einen dreiviertel tag gut beheizen - das ist eine rationale menge. wenn ich heute den gashahn aufdrehe, kann ich mir nicht so recht vorstellen, wieviel ich grad verbrauche.

Bild II:


dieses formschöne sofa "erika" war und ist nun auch wieder mittelpunkt meines wohnzimmers. hergestellt in einem land, welches nicht mehr existiert, überdauerte es zuerst die normale nutzungsweise, dann mehrere jahre in der meist nichtbeheizten und im winter nicht bewohnten (weil ohne wasseranschluss) datsche meiner tante.
schließlich gelangte es in meinen besitz, wo es sich auch heute noch befindet.
gäste aus aller welt werden hier willkommen sein...

Bild III:


blick aus der noch nicht möbilierten küche in das ebensowenig möbilierte arbeitszimmer.
allerdings können hier bereits die aufwändigen (unterwändig wäre ja auch sinnlos) malerarbeiten / fresken im flur betrachtet werden.
linker seite führt der flur ins bad und an die frische sommerluft, wie man durch die installation eines fensters im arbeitszimmer gut erkennen kann, rechts führt der flur sowohl ins wohn- als auch ins schlafzimmer des hausherrn.


Bild IV:


durch den um- und einbau einer küche eines namhaften schwedischen möbelherstellers, die vormals die farbe der bundeswehr trug, heute allerdings die des straßenbauamtes, wurde ein handwerksbetrieb aus der region beauftragt. augemerk verdient die großzügige arbeitsfläche - in vertikaler ausdehnung außerhalb der gängigen norm modifiziert und nicht schwedischen ursprungs - die einer persönlichen bestellung beim hersteller und innerbetrieblicher entscheidungen unterzogen wurde.
durch den einsatz schwerer technik konnte hier ein kleinod kulinarischer kreativität geschaffen werden.

Bild V:


durch eine großzügige leihgabe von transportbehältern eines zwickauer diakonats konnten unzählige schätze, insbesonderer gedruckte ausgaben wertvollen wissens in das neue domiziel übertragen werden.
der hier erkennbare raum ähnelt dabei nur beiläufig einem bücherflohmarktes.
tatsächlich aber ist es die benötigte menge X eines bücherpools Y, der zur herstellung von Z interessanten unterrichts- und gemeindestunden benögtigt wird.

bei ReStd. = wochenunterrichtsstunden religionsunterricht und
GAStd. = gemeindearbeitsstunden
ergibt sich folgende aufgabe:


52 • (ReStd. + GAStd.) = Z ∀ X ∈ Y

wer mir als erster sagen kann, wie man das korrekt ausspricht, erhält als preis eine auswahl der erstlingswerke der weihnachtsbäckerei des oben beschriebenen anwesens. einsendeschluss ist, wenn sich der erste zur richtigen antwort bekannt hat.

in diesem sinne...

Sonntag, 25. Oktober 2009

:uhrenumstellung

für alle, die wie ich heute morgen aufwachen und sich nicht sicher sind, ob sich das handy oder andere uhren nun umgestellt haben oder noch die alte uhrzeit zeigen, hab ich
HIER
die atomuhr-lösung!

was von mir gibts später wieder...

Samstag, 10. Oktober 2009

so, liebe freunde.

nun steht also der winter vor der tür. zumindest hab ich das eben erkannt, als ich nochmal kurz an mein auto rausgegangen bin.
und letzte woche hat hier bei mir auch die ofen-heiz-periode begonnen.
irgendwie schon komisch, dass sie morgen auch schon wieder zu ende sein wird...

mein umzug steht nämlich nun auch vor der tür.
und da ich nach meinem "harmlosen" unfall beim standing on a rock noch immer nicht richtig laufen kann, wird die hauptlast wohl von anderen getragen werden müssen - im wahrsten sinne des wortes.

so ein bißchen schmerzt schon der herz, jetzt, wo ich in eine stinknormale - gut, meine, aber ... - wohnung ziehen werde, in der heizen kein abenteuer mehr ist, und das essen nur noch im kochbuch steht. andererseits bedeutet connewitz für mich auch freiheit, neuanfang und erwachsen werden. auch, wenn ich letzteres noch nicht vollends ausüben will ;)
in meinem schlafzimmer reihen sich kisten an kisten, allein fürs zukünftige arbeitszimmer sind es derer 20, plus drei schubladen und diverse einzelteile. die anderen zimmer erhalten nocheinmal jeweils 3 kisten, dazu 5 kisten klamotten.
dazu kommen noch einige möbel, vor allem mein großer rot-schwarzer schrank (der leider etwas dran glauben muss, denn meine neue wohnung ist doch um einiges niedriger als die zimmer hier), und das geerbte monstrum küche, was von meine mutter, julia und ich von einem unfreundlichen gulaschkanonen-armeegrün in ein lustiges warnwesten-orange umgefärbt haben.

so! hab gestern schon "unser haus" von den toten hosen gehört, aber die wehmut bleibt. aber das kenne ich von mir ja bereits...

und nun geh ich ins bett... nacht

Montag, 5. Oktober 2009

:...als ich eigentlich was anderes gesucht hab...

... ist mir dieser wahrlich schöne mitschnitt eines ausländischen (?!) tv-senders über unser deutschland (oder das der anderen vor der wende, whatever) in die augen gefallen:




schön, nicht ;)

Dienstag, 29. September 2009

:standing on a rock - falling in a loch

war das ein wochenende. da hab ich mich nun ein jahr lang auf das standing-on-a-rock-festival 2009 gefreut (wo war ich eigentlich voriges jahr?!) - und dann das.
3 lieder der "grine kuzine" hatte ich, bevor ich in dieses @!+#X-'$+#-Loch trete und mir mein sprunggelenk-band zu sehr dene. schmerzen! nachdem ich also auf allen vieren von der tanzfläche gekrabbelt bin und mir zwei liebe menschen unter die arme griffen, wählte ich dann doch den rettungswagen, denn die schmerzen waren trotz des kleinen missgeschicks ziemlich stark.

nach dem kurzen krankenhausabstecher - der mich 2 bands kostete (course death und ... ?!) - meinte die schwester, ich solle nach hause gehen. aber gehen ging keineswegs!

"steh auf, nimm dein bett und geh!"

ging bei mir leider nicht, aber ärzte sind schließlich nur halbgötter in weiß!
mit dallis krücken konnte ich zumindest nach hause und am montag zum arzt, der mich ad hoc 2 wochen krank schrieb, mit dem hinweis, dass ich auch in anderhalb jahren noch was merken werde.

tja, und heute ging es zwar schon besser, aber nach fuß sieht das ganze da unten noch nicht so richtig wieder aus. hoffe nur, dass ich im november wieder rad fahren kann. bzw. morgen wieder die treppen runterlaufen kann.
einzelhaft im alten zimmer. die neue wohnung hingegen bleibt erstmal vakant.

by the way: das war mein erstes mal mitfahren im krankenwagen. wenn man so liegt, merkt man doch, wie schlecht unsere straßen hier sind....

Mittwoch, 2. September 2009

:zu verkaufen

wer ihn noch nicht gesehen hat, in leipzig steht auf der karl-liebknecht-straße dieses hübsche gefährt für 2200,- zum verkauf.



wohnmobilausstattung, mit lappen B nutzbar und mit ez 01/1981 sogar noch ein jahr älter als dieser hier!

ist zwar kein bulli im eigentlichen sinne, aber das wäre doch mal eine interessante überlegung zum corsa, oder?

wer sich ernsthafter dafür interessiert: hier der link dazu

Freitag, 28. August 2009

:die kirchenelster

... bei der vorbereitung meines religionsunterrichtes bin ich auf folgende interessante Seite gestoßen: www.kirche-entdecken.de.


ich könnte mir vorstellen, dass man die auch mal in den unterricht einbauen könnte, zumal sie sehr schön und liebevoll gestaltet wurde, ohne kitschig zu wirken.

ich zumindest werde nächste woche mal den ansonsten ungünstigen zustand, dass ich religion im computerkabinett machen muss, nutzen ;)

Donnerstag, 27. August 2009

:flughafenfestmitschnitt

... eh ichs vergesse: der beste spruch des wochenendes:

einer: hm, was hier noch fehlt ist ne geisterbahn oder sowas.
der andere: ne lass mal, geisterbahn hab ich zu hause genug!

Samstag, 22. August 2009

:laternenumzüge sind uncool?!

... es ist zwar noch nicht soweit, aber als vorfreude für die laternenumzüge im november ;)

Mittwoch, 19. August 2009

:was haben wir egotronic gehört...

... und nun gibt es von denen ewig nix neues.
Und nicht nur das: auch bratze, der tante renate, saalschutz und wie sie alle heißen, scheinen nichts neues mehr rauszubringen. statt dessen macht sich wieder dieser einheits-einlul-brei in den deutschen charts breit.

hab heute seit langem mal wieder richtig radio im auto gehört, werde es jetzt lange wieder nicht machen...

und wer da alles wieder aus dem nichts auftaucht: die black eyed peas zum beispiel, nelly furtado (deren "maneather" ich vor jahren (im weißen hemd in martins A8 sitzend) rauf und runter gehört hab, weils einfach cool war), selbst jan delay heult in dieser rige mit - ganz zu schweigen von den doch eher lahmen veröffentlichungen "21 guns" (greenday) und "New Divide" (linking park).

scheint, als hätte die große zeit des trostlosen radiopop wieder begonnen.

ist euch eigentlich mal aufgefallen, dass es wieder richtig viele atzen gibt und damit meine ich nicht das angeblich urberlinerische wort für "guter freund", sondern diese elektroneger im rosa poloshirt, gegelter igelschnitt, blue jeans und weißen lederschuhen und dazu auffallend viele mädchen / frauen mit arschgeweih, weißem ledergürtel und dazu passenden weißen, spitz zu laufenden stiefeln. noch dazu eine aufgetakelte frisur, die durchaus gut zur generation über uns passen würde.

gräßlich!

dabei hatte ich gehofft, dass die linke musikkultur, der ich bratze und co. anfangs zugeteilt habe, endlich mal ihr schattendasein verlassen kann. statt dessen läuft das jetzt wieder unter "rave", gleich neben atzenmarc oder wie der heißt und "das geht ab". prima, deutschland.

also, wer mich vom nüchternen und langweiligen rave- und radiopop erretten will und mal wieder was neues, klares und / oder aggressives auf die ohren gibt, dem möchte ich an dieser stelle sehr dankbar sein.

wers nachhören will, schaue bitte bei youtube nach - es gibt musik, auf die will ich auf meinem blog gar nicht verlinken...

Freitag, 7. August 2009

"vor gott sind eigentlich alle menschen berliner."

wie recht theodor fontane doch hatte, zumindest passend für meinen kurztrip am vorletzten wochenende:
eigentlich, wollten wir diesen sommer ja zu zweit in die landeshauptstadt fahren, aber da sie ja in spanien dem müßiggang fröhnte, blieb ich einsam und allein zu hause zurück.
schlimmer allerdings war, dass ich am ende meiner drei wochen urlaub - in der ich nun doch noch nicht umgezogen bin, was aber noch kommt - merkte, dass ich noch immer völlig unausgeglichen und keineswegs erholt war.
also beschloss ich, nun nach dresden zu fahren, um eine liebe frau zu besuchen, die bald nach afrika gehen wird. die aber musste an diesem samstag doch unbedingt für jemanden anderen umziehen.
also war die zweite idee: frohburg. aber marcus hatte auch keine zeit.

und nun beschlich mich die angst: wenn ich schon beim zweiten gedanken so nah am zu hause dran bin, wo werde ich da mit dem dritten gedanken landen: in gaulis, oder gar beim nachbarn?

also musste ein adequatere idee her: und so beschloss ich, der mutter aller städte einen kurzen, aber aufputschenden besuch abzustatten.
nachdem couchsurfing mal wieder auf grund meiner zu spontanen spontaneität nicht klappte, kam ich bei uli unter, die ihre wohnung eben erst bezogen, aber noch nicht renoviert hatte.
und so fuhr ich samstag mit einem lieben pärchen im zug nach berlin, um sonntag abend allein wieder mit der bahn zurück zu kommen.
vom pärchen hab ich was über prototypen der sprache gelernt:
wenn ich sage: "denkt mal an einen vogel", denken menschen in deutschland am ehesten an einen spatz, weil der hier bei uns der prototyp eines vogels ist. --> kaum einer wird hier zuerst an einen pinguin denken)
als tipp für nachmacher:
- der lego-shop ist nett, aber viel zu klein und es gibt kaum was anderes, als im normalen laden
- im lustgarten ist jonglieren gut, aber nur, wenn man auf viel publikum steht
- der eintritt in die schwulen-disko in der nonnenstraße kostet leider 12 euro
- kreuzberg bei nacht und mit einem bier in der hand ist toll
- empfehlenswert ist das frühstück bei "café kunst und möbel" in weisensee
- für eisenbahn- und flughafenliebhaber lohnt sich loxx am alex
- am stand mit den türkischen salaten am gesundbrunnen gibt es trotz voller verkaufsauslage auch bei nachfrage seltsamerweise "gar nichts mehr".
- der jüdische friedhof ist überwältigend
- in weisensee gibt es sonntags einen "bullistammtisch"
- meine empfehlung vom kunstmarkt: trilografie

und berlin lohnt sich immer, vor allem, wenn man mal versucht, es außerhalb der ausgetretenen touristenpfade mit der krackse auf dem rücken zu erkunden.

Dienstag, 14. Juli 2009

:...zum thema freiheit...

do or die..

Donnerstag, 2. Juli 2009

:erste erkenntnisse

erste Erkenntnis, als ich wieder zu Hause ankam:
unsere Nachbarin hat unseren Briefkasten nicht richtig geschlossen, Post lag im Regen
zweite Erkenntnis:
der Brief mit meiner neuen SIM Karte ist nicht angekommen
dritte Erkenntnis:
Martin hat seinen Blog entfernt - warum?
vierte Erkenntnis:
ich muss mal in die Wanne
fünfte Erkenntnis:
mein Zimmer ist ordentlich - toll :)

Freitag, 26. Juni 2009

:interessantigkeiten

ich wußte gar nicht, dass unsere lokale (leipziger volks)zeitung so interessant sein kann. was sich dort nicht so alles findet:
heute hab ich im teil 'magazin' einen äußerst spannenden artikel übers aufräumen gefunden und meine eigene einstellung wurde bestätigt: "wie es meinem zimmer geht, so geht es auch mir". forschern zufolge hat der ordnungszustand um einen herum durchaus auswirkungen auf das eigene seelenleben - und andersherum auch. "das entrümpeln und aufräumen schaffe so auch wieder inneren freiraum für neue perspektiven." meint ein herr names münchhausen, allerdings scheint er kein lügner zu sein.
weiterhin rät er, wie so viele andere auch, zum 'drei-kisten-system':

~ eine kiste für dinge, die man aufheben will
~ eine, für dinge, die man wegwerfen wird
~ eine, die ein großes fragezeichen trägt, weil man sich nicht sicher ist, was man mit dem zeug machen will. und wenn man es ein jahr nicht gebraucht hat, solle man es ungeöffnet wegwerfen.

ich finde dieses system, anders als die theoretische forschung, eher unpraktisch, weil sich die dritte kiste dann noch ein weiteres jahr im haus aufhält und ihre freunde mitbringt.
dann doch besser nach dem tipp von nury vittachi arbeiten: "ich empfehle folgendes: teilen Sie ihren papierkram in zwei stapel. einen mit nutzlosem zeug und einen mit papieren, die für Sie vielleicht eines tages noch von wert sein könnten. dann werfen sie beide stapel weg!"
eigentlich herrlich einfach, oder? hab ich im zuge meines immer wieder verspäteteren, aber dennoch angepeilten umzugs auch probiert - es befreit in der tat!

____________________________________________________________________________________

habt ihr, liebe leser, gewußt, dass laut kinderpsychologie die jungs heutzutage verweichlichen? das liegt, wie so vieles auch, dann wieder mal an der kindheit der jungen, die von frauen geprägt wird. (witzigerweise steht in der zeitung direkt unter dem "jungen verweichlichen"-artikel ein bericht über den unterschied zwischen emos und visus... aber das nur am rande).
davon mal abgesehen, dass ich nicht glaube, dass die abwesenden väter in der frühkindlichen erziehung der jungen auslöser für eine 'verweichlichte männerschaft' (zitat: die ärzte) ist, denn genau dieser umstand erklärt in der literatur die ausbildung einer markanten männlichen identität, die sich gegen jede art von gefühl energisch wehrt.
allerdings fand ich die wortwahl im zeitungsartikel witzig und spannend zugleich. auf jeden fall anregend für weitere nachforschungen:

"wenn ein kind im kindergarten herumbrüllt, ermahnt sofort eine erzieherin: 'wollten wir nicht ganz leise sein?'"

und

"wenn mal zwei jungs auf dem schulfhof raufen, wird umgehend der morgenkreis einberufen" (zitat beide: kinderpsychologie wolfgang bergmann)

witzig, aber (traurige) wahrheit zugleich. ich selbst hab daraufhin beschlossen, im kommenden jahr mit 'meinen jungs' in christenlehre, aber auch im vorschulkreis, auch mal etwas derberes bzw. handfesteres zu machen. basteln ist vermutlich doch out. vielleicht ist daher die neue anschaffung einer werkbank in meiner gemeinde doch nicht so unpassend, wie ich erst dachte...

wie ich eben bei meinem mailanbieter lesen konnte (auch bei der großen online-enzyclopädie steht es bereits drin), ist gestern am donnerstag, den 25.06.2009 michael jackson ums leben gekommen.
für mich irgendwie ein punktuelles schockerlebnis, obwohl seine musik mein leben nur marginal gestreift hat.

aber ich kann mich noch gut an meine erste "begegnung" mit dem 'king of pop' erinnern: es war bei 'wetten dass...?!', als dieses noch mit "ß" geschrieben wurde und thomas gottschalk noch nicht ganz so schmierig und machohaft war.
stellt euch folgendes vor:

michael jackson - lucky-luke-like - hagerer körper, viel zu große hände, im weißen hemd, schwarzer hose und gamaschen, steht auf einer schwarzen hebebühne und hält sich am geländer fest. während er sein unverkennbares "ahaaahahahaaaahahaaa" des earth song in die wetten-daß-halle, in die welt und in meinen kopf schreit, zerreisst er sich sein hemd und hängt sich mit seinem oberkörper aus dem korb der hebebpühne heraus.

ein beinah sagenhafter auftritt. ein auftritt, der mich zumindest sporadisch zum 'king of pop', als er noch einer war, aufhören ließ.
später lernte ich "thriller" kennen, und damit beschränkt sich mein wissen über seine musik auch schon wieder:
er hatte einfach zu wenig e-gitarren verwendet.

ungeachtet dessen möchte ich ihm dennoch diesen nachruf hier widmen.
der britische außenminister david miliband schließlich fasste seine karriere ziemlich treffend zusammen: "Noch nie ist jemand so hoch geflogen und so tief gefallen" (quelle: gmx.net) wie wahr, wie wahr - wer hat ihm eigentlich den titel 'king of pop' verliehen und wieso wird der nicht weiterverliehen?

Montag, 15. Juni 2009

:biblische Spielfiguren

damit mein blog auch mal etwas religionspädagogisch wird, will ich euch heute kurz etwas nettes vorstellen:
auf meiner suche nach einer netten idee für ein jona-rüstzeit-plakat ist mir dieser kleine kerl mit dem putigen babywal aufgefallen:
und jona ist mit seinem wahl nicht alleine:

aber schaut selbst


um ehrlich zu sein: ich selbst sympa- tisiere vor allem im blick auf meinen leidigen vorschulkreis sehr damit, aber da ich mal annehme, dass aus meinem bekanntenkreis nur eine auf die idee kommen könnte, sich welche zu kaufen, melde ich mich schon mal bei einem anguck-besuch bei dir an, katja ;)

"jesus walks on water tales of glory figurine set"

übrigens bin ich über
diesen interessanten blog erst zu den figuren gekommen. besonders witzig auch der bericht über den graumull. Ja, Gott scheint Humor zu haben...

Donnerstag, 11. Juni 2009

:wohnungssuche

ihr glaubt nicht, liebe leser, auf welche kuriositäten man bei der wohnungssuche in leipzig trifft. ich will hier mal eine besonders interessante bad-konstruktion zeigen, die mir eben aufgefallen ist. na, wer will?

die durchgangsdusche

Dienstag, 2. Juni 2009

:fische schwimmen doch eigentlich nicht

vorhin hab ich mir überlegt, warum man immer sagt, dass fische schwimmen. eigentlich ist das doch völliger blödsinn. "schwimmen" ist es doch eigentlich nur, wenn man sich auf der wasseroberfläche aufhält, so, wie es schiffe, bojen, treibholz oder eben schwimmer tun.

das, was die fische machen, ist doch eigentlich tauchen. also so sich im wasser aufhalten, dass man völlig von wasser umschlossen ist.

ich hoffe, damit einen wichtigen fehler in der deutschen sprache aufgedeckt zu haben. das könnte dann den weg für eine neue - und eigentlich längst überfällige - sprachreform bereiten....

Donnerstag, 14. Mai 2009

:staubig

hab heute mal das legoland entstaubt und trotz aller vorsicht 2 teile mit eingesaugt. also: tüte wieder entleeren und in einem eimer voller staub nach irgendwas suchen, die da drin sein soll. eines davon war sogar noch dunkelgrau..
nun weiß ich, was meine mutter früher immer gehasst hat, als die stadt aufgebaut war.

Mittwoch, 13. Mai 2009

:im achten jahr

war das ein wochenende:
zum ersten mal, nach ganzen sieben mageren jahren voller enttäuschung und misserfolg kündigen sich nun hoffentlich sieben fette jahre an. denn ich habe das nahezu unmögliche geschafft, zum spielmarkt potsdam zu fahren, ohne dass ich kurzfristig doch keine zeit hatte, oder dass mein auto auf dem weg kapituliert, wie vor 2 jahren (lest hier!) oder dass sonstige plagen meinen genialen plan durchkreuzt hätten.

nein, dieses jahr sollte es klappen und so fuhr ich letzten freitag mit einer netten mitfahrerin richtung potsdam. unterwegs rief noch lars an und telefonierte eine weile mit ihr, bis er vorschlug, dass ich ihn in berlin-zehlendorf abholen konnte. meine mitfahrerin kannte sich in dieser ecke aus und hatte zudem nicht gerade lust, zu hause bei ihren eltern anzukommen und so fuhren wir eben durch zehlendorf (übrigens die ecke, wo teile des ganz tollen films die fetten jahre sind vorbei gedreht wurden -> da steht hardenbergs villa. und ist das nicht ein zeichen, dass ich quasi den drehort der "fetten jahre" streifen und selbst sieben magere jahre in punkto spielmarkt durchlebt hab - vielleicht ein zeichen, vielleicht nur spinnerei!) zur einer villa der filmhochschule, in dessen requisite lars zur zeit gerade wohnt.
aber das ist eine andere geschichte.

irgendwann, als wir das mädchen in potsdam abgeladen hatten, erreichten wir petzow, in dessen jugendherberge mit ddr-plattenbaucharme wir übernachten wollten.
zuvor hielten wir noch in der dunkelheit an einer bushaltestelle, wo lars ausstieg und am plan derselben seinen bus finden wollte. doch kaum war er ausgestiegen, stolperte er wieder zurück ins auto, weil vor meinem auto ein grimmig dreinschauender mann mit geschwärztem gesicht, tarnanzug und einem meterlangen gewehr stand, der den fröhlichen lars böse anguckte.
denselben soldaten hatte ich dann in der nacht noch fast mitsamt seinen kameraden über den haufen gefahren, weil sie meines erachtens unausreichend gekennzeichnet auf der straße wanderten.

zum spielmarkt selber kann ich euch nur wenig erzählen, weil ich von eindrücken quasi erdrückt wurde, und außerdem, weil ihr selber hinfahren solltet.
fakt ist aber, dass ich den verkäufer und entwickler der rubikuben doch etwas erstaunt hab, als ich eines seiner schwersten modelle in 15 minuten zusammengebaut hatte. oder dass sich jannes oma poi-artige schwingteile gekauft hab, ich mir aber ein tolles würfelspiel.
auch hab ich den ana und die ... dings ... (jetzt hab ich den namen vergessen, ist ne freundin von simon), eben die janne und ihre oma, und ne menge andere nette leute getroffen.
und ich hab mit dem netten mann von den kooperativen spielen ohne verlierer erzählt (der arme).

naja, am sonnabend abend war noch eine tolle feier bei rebekka, die in einem wunderschönen ein-personen-haus in pirna wohnt, mit lagerfeuer, knüppelkuchen, bier und bowle, und und und
dank philipp ist der obstteller nie im garten angekommen. dafür haben wir zu dritt direkt am feuer im rauch übernachtet.

am sonntag war ich noch in moritzburg, zwecks wiesenbelagerung, bibliotheksbesuchung und walderlebung. und als ich am sonntag abend (habt ihr alle an muttertag gedacht) wieder in rötha angekommen war, war ich an einem wochenende über 700 kilometer gefahren. was für ein buntes wochenende.

Freitag, 8. Mai 2009

:das beschissenste musikereignis des jahres

mit verlaub, liebe geneigte leser, aber das am vorvergangenen donnerstag traditionell vor dem ersten mai stattfindende rock gegen rechts-festival (nachfolgend rggr genannt), war doch mit abstand das beschissenste festival aller zeiten. wir - das heißt: christian, julia und ich sind zugegebenermaßen durch meine unkenntnis im leipziger stadtgebiet etwas später erst angekommen, also erst gegen halb elf.
was wir nicht wußten, war, dass der top act des abends - ton, steine, scherben - eine der ersten bands war, die gespielt haben, quasi noch bei strahlendem sonnenschein. so konnten wir nur noch die letzten töne einer eher sanften, dahinheulenden männerstimme hören, was meines erachtens rein gar nichts mit ROCK gegen rechts gemeinsam hatte. die nächste umbaupause ging los und wir standen mit eben getroffenen freunden zusammen und quatschten, bis wir merkten, dass diese umbaupause keine war, sondern bereits das offizielle ende des ganzen. und das abends elf uhr. erinnert ein wenig an musikveranstaltungen zur zeit unserer eltern - obwohl, die gingen meines erachtens immerhin auch bis mitternacht....

krönung des ganzen war die wahl der alten messe, was zur folge hatte, dass es lediglich den abgesperrten und quasi alkoholfreien (weil selber kaufen viel zu teuer war) vor-der-bühne-alle-stehen-ob-der-schlechten-musik-nur-nüchtern-rum-sektor.
die in den vergangenen jahren obligatorischen wiesen, auf denen man sich traf, auch leute treffen konnte, die man lange nicht gesehen hat, oder neue leute kennenlernen konnte, wo sich gruppen und gruppierungen bildeten, wo gegrillt, jongliert, fußball gespielt, rumgeknutscht, gefeiert und gelagert, kurzum: wo sich irgendwie die gesamte jugend- und junggebliebenenszene aus leipzig und umgebung treffen konnte, gab es dieses jahr gleich mal gar nicht.
mein opa meinte danach, dass es schön war, dass es keine krawalle gab - recht hat er. auch ich halte von den hasstyraden der schwarzgekleideten gegenschläger nichts, aber ob es nicht anders verhinderbar gewesen wäre, als durch die derartige beschneidung der leipziger rock-gegen-rechts-freiheit?
und so wurde das rggr 2009 ein kleines unbedeutendes konzert, was zudem nicht mehr viel mit der musikrichtung rock zu tun hatte. ton, steine, scherben haben wir nicht gesehen, aber aus den erzählungen der anderen war es vermutlich eher ein "seichter-radiopop-gegen-rechts-und-die-leipziger-jugend-und-musikkultur". nunja, zwei für die leipziger nervigen fliegen mit einer klappe geschlagen. nächstes jahr werde ich nicht wieder hingehen.

vielleicht hätte man das ganze wie folgt ankündigen sollen:

"seichter-radio-pop-gegen-alles-mögliche" - kinderfete - beginn: 18 uhr - ende: 23 uhr - bitte bringe hausschuhe mit - gegen ende wirst du nach hause gebracht"

Montag, 27. April 2009

:ein festival der sinne

heute war ich auf dem leipzger flohmarkt auf dem agragelände, nachdem ich, pflichtbewusst wie ich bin, dem gottesdienst meiner (neuen gemeinde) beigewohnt habe.
von dort haben ich einen ganzen eimer voller steine einer bekannten dänischen spielzeugfirma mitgebracht, wo eben auch jener dabei war, der neuerdings oben rechts meinen blog ziert.
außerdem war ich endlich mal bei meinem bruder, der sei einigen wochen in oschatz lebt und sogar richtig wohnt. und da habe ich von ihm endlich die bilder unserer lego®stadt bekommen, die seit weihnachten in meinem schlafzimmer aufgebaut steht - ursprünglich, um sie endlich mal in matthias' und meinen anteil zu teilen, aber das ist bis heute nicht passiert, sodass sie auch jetzt noch für besucher bespielbar ist ^^ zwei Bilder dieser stadt findet ihr hier im blog, vielleicht werde ich die anderen irgendwo - und sei es im studivz - noch ausstellen. aber euch, liebe geneigte leser, sei gesagt: das original ist immer besser, zumindest können das alle meine besucher (außer rené) bestätigen, die sich schon ins zimmer gehockt und zwischen den autos, eisenbahnen, rittern und formel-1-piloten ... ihre zeit vergessen haben.

außerdem kam heute im tv auf mdr eine schöne sonntag-abend-show: das festival der sinne. zirkus, tanz, gesang, kunst und poesie vom feinsten und noch dazu ohne lästige moderation und interviews. alles in allem eine gelungene sache und wirklich ein festival aller sinne.

Samstag, 18. April 2009

:legalize it!

habt ihr, geneigte leser, schon einmal von "djibouti" gehört?
djibouti ist ein kleines land im osten afrikas, das mit einer größe von ca. 23.000 km² etwas größer als hessen ist.
gehört habe ich heute in der mdr-sendung riverboat zum ersten mal davon, als der filmemacher thomas junker vorgestellt wurde.
dieser erzählte, dass es in djibouti sehr gefährlich sei, am vormittag auf der straße für sekunden stehen zu bleiben, weil es vor allem in der hauptstadt so sehr geschäftigt zuginge. würde man sich aber am nachmittag nach 14 uhr an diesselbe stelle stellen, würde man nur vereinzelt autos und menschen sehen, so leer seien da die straßen.
so entspannt die menschen.

schuld daran sei eine droge namens "khat", die alle männer des landes täglich ab 14 uhr kauen und die sehr entspannen soll - dadurch kommt die gesamte geschäftigkeit zum erliegen.
"khat" ist irgendein blatt von einer pflanze, die in äthiopien wächst, und der handel damit untersteht der frau des präsidenten. daraus folgt, dass das "kat"-kauen staatlich verordnet ist.

für mich verwunderlich ist, dass davon bis eben nix in meiner freien lieblings-enzyklopädie stand, aber ich werde mal nachforschen, wenn ich zeit hab. wer was weiß, kann sich ja mal melden...

Mittwoch, 15. April 2009

:filmleben

ich habe meine liebe zum deutschen film der nachwendezeit bis heute wiederentdeckt. hab in den vergangenen wochen doch überdurchschnittlich viele filme gesehen und so meine sehnsucht nach "meinem sommer" entdeckt.
zuweilen denke ich, dass dieser sommer ein wirklich wichtiger sommer wird: ein sommer aus langen gesprächen, dem gefühl der unendlichkeit und dem lechzen nach leben, eben wir er im film kennenzulernen ist.

schade, dass am ende eines guten filmes immer ein abschied steht. aber vielleicht kann dieser sommer dem filmsommer ja doch ein schnippchen schlagen. grad ist's, als wenn ich diesen sommer schon hören kann. ach könnt ich nur diesen moment der einsamkeit einfangen und ihn mit durch mein sommerleben tragen. grad ist's, als wenn das das höchste glück wär. gestern noch war es was anderes...
und morgen sicherlich auch...

wer auch mit auf einen sommer voller gefühl, sehnsucht, musik, weite und unendlichkeit hofft, dem sei meine filmliste empfohlen. (siehe rechts)

Mittwoch, 8. April 2009

:premieren

nun habe ich meine 'feuertaufe' bestanden: heute war ein tag der premieren:

die erste dienstberatung,
mein erster gemeindehausschlüssel,
die erste christenlehre,
der erste vorschulkreis,
die erste junge gemeinde
so ganz alleine, ohne irgendeinen mentor oder prüfer.

ein spannender tag.

zum abschluss hab ich mir erbsen auf halb sechs angeguckt.
wieder mal ein film, der das offenbarte, was wirklich wichtig im leben ist...

wenn es doch so einfach wäre...

Sonntag, 5. April 2009

:diplomtagebuch 9

liebe geneigte leser und leserinnen,

i'm proud to announce you,
ich bin stolz, Ihnen zu verkünden,

dass ich vergangenen montag, dem 30. märz 2009 mein studium erfolgreich beendet habe. nach langem hängen und ziehen - und letztenendes nach einem eisbecher und einem eiscafé mit julia - hab ich es doch noch vollenden können.

da ist er nun: der ernst des lebens, auf den ich schon seit meinem schulanfang hingewiesen werde. was er wohl bringt, dieser ernst des lebens? was er wohl wegnimmt? was sich verändert?

zum ersten verändert sich, dass ich mich ab vergangenen mittwoch vielerorts als neuer gemeindepädagoge von markkleeberg-ost vorstellen darf. schon komisch, sich selbst so eine bezeichnung anzuhängen, so ganz ohne "der praktikant vom..."

zum zweiten ändert sich - vielleicht - mein wohnort. es ist schon seltsam, nach über 21 jahren vorzuhaben, aus dem haus der eltern, dem ort der erinnerungen und entwicklungen, tendenziell doch ausziehen zu wollen.
dabei ist es nicht einmal die angst vor einer eigenen wohnung, sondern die angst, nun vollends in den vorletzten abschnitt des (arbeits)lebens einzutauchen und erst in 40 jahren wieder aufzutauchen.

zum glück überwiegt die neugier auf das, was kommen wird, auf die möglichkeit, endlich alle ideen ausprobieren zu können, ohne dass man es erst irgendwo absegnen lassen muss. einfach mal sein eigener herr sein zu können, zumindest sporadisch - und nicht ohne den großen chef dort oben zu vergessen, klar!

mal sehen, was das jahr so bringt - auf in den sommer!

so, und nun hab ich lust auf eine deftige strandparty - ich will wieder auflegen!

Samstag, 28. März 2009

:mainzelmännchen

gestern abend habe ich zdf geguckt und der geneigte leser mag die mainzelmännchen-filmchen kennen. jedenfalls kam erst ein "clip", in dem die mainzelmännchen diesen scooter-tanz tanzten. und ein filmchen weiter gab es einen mainzelmännchen-AC/DC-clip..

wer's findet, muss es posten!

Freitag, 20. März 2009

:interconnex

eben hab ich gelesen, dass der interconnex auf der strecke leipzig - berlin (was für zwei schöne städte) 7 jahre alt wird. ich musste kurz innehalten und hab nachgedacht, dass das doch noch gar nicht sein kann, schließlich bin ich damals mit meinen zivildienstkollegen mit dem ersten connex überhaupt ab rostock über berlin gefahren.
gut, ich bin nur bis oranienburg gefahren, mein gepäck bis zum ostbahnhof und meine kollegen bis leipzig - aber das ist eine andere geschichte.
und für alle anderen, die noch kein connex-erlebnis hatten: bis zum 31.3.2009 kann man mit interconnex für 7 euro nach berlin fahren.
(zum vergleich: sonst: 20 euro ; deutsche bahn: 42 Euro)

gute reise und bringt mir was nettes aus der mutter aller städte mit... *schwelg*

Mittwoch, 18. März 2009

:jg-abend über w.

ich war bis eben das vorletzte mal in meiner heimat-jungen-gemeinde rötha. und ich muss sagen, es war seit langem (gut, ich war jetzt 4 wochen nicht) mal wieder ein richtig guter abend:

wir hatten ein thema, haben gespielt, gegessen (genascht) und gelacht - und diskutiert, denn das macht die gruppe eigentlich aus.

das thema war: winnenden und ein artikel aus dem spiegel, der sich - mal wieder - dazu äußerte, dass die kranken taten dieser amokläufer doch produkt des übermäßigen computerkonsums unter männlichen jugendlichen ist.

gut, wir haben das thema, denke ich, nicht mit dem gebürtigen respekt behandelt,
es ist auch eine skurrile situation, wenn uns pfarrer krebs, der vermutlich außer solitaire noch keine pc-spiel gespielt hat, einer gruppe männlicher jugendlicher im alter von 16 bis 26 (und lisa) anhand eines spiegel-artikels zu erklären versucht, wie world-of-warcraft funktioniert bzw. was der inhalt dieses spiels ist.
und so war sich die gruppe schnell einig, dass computerspiele schon ein suchtpotenzial haben, was einzelne auch an den rand ihrer existenz bringen kann, aber das bei den tätern die spiele oftmals nur der "letzte tropfen im vollen fass" (christian) seien.
unser pfarrer ging nur knapp darauf ein, wohl auch, weil er mit der fremden virtuellen welt nicht wirklich etwas anfangen konnte, und stützte sich immer wieder auf den artikel im spiegel, dessen redakteur vehement computerspiele mit anderen drogen wie heroin und alkohol gleichsetzte, was ihn allerdings als einen absoluten "noob" in sachen "sucht" kennzeichnet: dass bei pc-spielen und alkohol ein verantwortungsvoller konsum möglich ist, bei heroin allerdings nicht, missachtete er.

insofern war es, trotz des etablierten blattes, ein schlecht recherchierter artikel, wohl aber einer, der im strom der massen seinen platz findet.
aber vielleicht schreib ich das mal diesem redakteur persönlich.


bester satz des abends: (sebastian)
"man sollte soziale kontakte haben, auch wenn man computerspielsüchtig ist."